So macht der Reifenwechsel Spaß: Radwechsel schnell und einfach

Wollen Sie zum ersten mal selber die Reifen wechseln, dann ist folgende Anleitung genau richtig. Sie sparen sich eine Menge Geld und es dauert nicht wirklich lange. (OK beim ersten Mal schon, dann aber nicht mehr ;). ) Zukünftig werden Sie keine 15 Minuten brauchen. Das ist schneller als das Auto in die Werkstatt zu fahren. Außer Sie wohnen neben einer ;).

Hinweis: Obwohl wir die Anleitung nach bestem Gewissen verfasst haben, können wir keine Garantie für eventuell entstandene Schäden übernehmen.

Bevor Sie anfangen, sollten Sie folgende 3 Punkte beachten.

Der richtige Ort:

Stellen Sie ihr Auto auf einem ebenen, festen Untergrund ab. Den brauchen Sie, damit der Wagenheber Ihr Auto später richtig anhebt.

Auto sichern:

Ziehen Sie die Handbremse an und legen Sie den ersten Gang ein. Bei Automatikwagen schalten sie auf P. Diese Maßnahmen schützen Ihr Auto vor dem Wegrollen. Zusätzlich können Sie ihren Wagen noch mit Bremsklötzen sichern.

Hilfsmittel:

Um die Radmuttern zu lösen, brauchen Sie entweder das mitgelieferte Radkreuz oder Sie besorgen sich einen Drehmomentschlüssel. Beim Drehmomentschlüssel können Sie das Drehmoment einstellen und ziehen die Muttern nie zu fest oder zu locker an, also immer genau richtig.

 

Los geht’s:

  1. Setzen Sie den Drehmomentschlüssel an einer der Radmuttern an und lösen sie diese leicht. (Achtung: noch nicht komplett abschrauben) Machen Sie das auch bei den anderen Radmuttern am Rad, indem Sie immer über Kreuz (das bedeutet immer die gegenüberliegende Radmutter zu lösen) die nächste lösen. Der Wagen wurde hier noch nicht angehoben, weil sich das Rad mitdrehen würde wenn man die Muttern in der Luft lösen will. Wollen die Radmuttern nicht aufgehen können Sie mit dem Fuß auf das Ende des Schlüssels steigen, um so mehr Kraft auszuüben. (Achtung: nicht abrutschen)
  2. Nun wird der Wagen mit einem Wagenheber angehoben. Suchen Sie dafür die vorgesehene Stelle unter Ihrem Wagen. Diese ist meist nicht lackiert und hat einen Plastikschutz, damit der Wagenheber keinen Lack abreist. Außerdem ist der Rahmen an dieser Stelle verstärkt, um den hohen Belastungen beim Anheben mit dem Wagenheber standzuhalten. Je nach Wagenheber Modell müssen Sie nun Pumpen, Kurbeln oder Luft reinfließen lassen. Heben Sie den Wagen nur so weit an, damit sich das Rad frei drehen kann.
  3. Nun lösen Sie die schon vorgelockerten Radmuttern komplett. Fangen Sie mit der Radmutter auf 6 Uhr an. Wenn diese gelöst ist drehen Sie die nächste Radmutter auf die 6 Uhr Position. Dieses Vorgehen verhindert, dass sich das Rad verkeilt und schlechter weggeht. Wenn nur noch eine Radmutter dran ist halten Sie das Rad fest, damit es nicht runterfällt. Sind alle Muttern weg heben Sie das Rad gerade nach vorne ab.
  4. Ging das Rad schwer ab sollten sie die Auflagefläche und Muttern mit einer Drahtbürste von Rost und Dreck befreien. Sie werden sehen beim nächsten Wechsel geht’s dann viel leichter.
  5. Jetzt kommt das neue Rad dran. (Achtung mache wenige Räder sind Laufrichtungsbezogen und sind deshalb nur für die linke oder rechte Seite geeignet.) Setzen sie den Reifen wieder so auf wie der alte dran war und drehen sie mit der Hand die erste Mutter in der Position 12 Uhr leicht ein. Fahren Sie mit den anderen Muttern fort. Diese sollten über Kreuz eingedreht werden. Dieses Vorgehen sorgt dafür, dass das Rad schön mittig sitzt. Nun werden die per Hand eingedrehten Muttern mit einem Drehmomentschlüssel über Kreuz ein Stückchen fester gedreht. (Komplett fest geht noch nicht weil sich das Rad wahrscheinlich mit dreht.)
  6.  Um die Radmuttern endgültig fest drehen zu können senken Sie das Auto mit dem Wagenheber wieder vorsichtig ab. Drehen Sie nun mit dem Drehmomentschlüssel die Muttern über Kreuz fest.
  7. Geschafft! Jetzt sind noch die anderen drei Räder dran ;). Prüfen Sie nach ca. 50km Fahrt, ob die Reifen noch richtig sitzen und ob sich etwas gelockert hat und ziehen Sie evtl. die Radmuttern nach.

Gute Fahrt!